In den alten Nebengebäuden des Bauernhauses Espiells — im Volksmund Cal Domènech —, das heute in den Campus der Agrarschule für Weinbau und Önologie Mercè Rossell i Domènech integriert ist, befindet sich ein kleiner vergessener Schatz: vierzig Werkzeuge und Maschinen, die den Weinbau und die traditionelle Landwirtschaft des Penedès zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert veranschaulichen. Die Steinwände der ursprünglichen Schnitte und Schläge, teilweise verdeckt, dienen als improvisierter Ausstellungsraum, in dem ein Marzanque-Karren, ein Traubentreter und -schaber, Holzschaufeln, Sicheln, Steinwalzen zum Zerkleinern von Johannisbrot, schmiedeeiserne Waagen, tragbare Pumpen, Rucksäcke mit Sulfatierung und sogar die Überreste einer monumentalen Balkenpresse vorhanden sind.
Architektonisch haben die Nebengebäude den Stil eines Bauernhauses im Penedès beibehalten: tragende Wände aus unregelmäßigen Steinen, die mit Lehmmörtel umschlossen sind, Kiefernbalken und orangefarbene Fliesen an der Decke, kleine Öffnungen, um die Frische zu bewahren. Der Raum ist nicht museal eingerichtet; die Objekte ruhen auf alten Platten oder hängen an Balken, was seine Authentizität unterstreicht, aber auch die Konservierung behindert.
Die Geschichte der Sammlung ist untrennbar mit der Familie Domènech-Vinyals verbunden. Manuel Domènech Vinyals entdeckte am 15. Oktober 1887 die erste Reblausrebe dieses Begriffs direkt auf dieser Farm. Jahre später übergab seine Nichte Mercè Rossell Domènech das Grundstück an die Diputació de Barcelona, um dort die Agrarschule zu errichten (1985-1987), mit der Absicht, dass zukünftige Berufstätige lernen sollten, die Tradition zu respektieren. Die Werkzeuge, die von Generation zu Generation vererbt wurden, blieben als didaktisches Material und Zeugnis einer widerstandsfähigen Bauernschaft erhalten.
Das Ganze ist heterogen: Es gibt Mähwerkzeuge, spezielle Werkzeuge für den Cava — Träger, Bocois, schmale Pflüge für Reben — und modernere Geräte, wie einen mechanischen Rebenjäter aus den 1960er Jahren. Jedes Stück zeigt den beliebten Einfallsreichtum, sich an den kalkhaltigen Boden, die sanften Hänge und das trockene Mikroklima der Gegend anzupassen.
Trotz des kulturellen Interesses bleibt der Raum für die Öffentlichkeit geschlossen und viele Stücke weisen Spuren von Rost und rissigem Holz auf. Die Lehrer der Schule verwenden es jedoch gelegentlich im Landtechnikunterricht, um die Entwicklung mit modernen Maschinen zu vergleichen. Es gibt noch junge Projekte, um es würdevoll zu machen und es an Tagen der offenen Tür zu öffnen, die mit der Ernte zusammenfallen.
Für die Sadurnier ist diese Sammlung eine lebendige Erinnerung an die Vorfahren, die die Region zur Welthauptstadt des Cavas gemacht haben. Jede rostige Ähre oder Steinwalze erinnert an den Kampf gegen die Reblaus und an das Bemühen, sich selbst neu zu erfinden, was den Charakter der Stadt prägte.