Im Volksmund als Cal Notari bekannt, baut die Casa Esclasans seit 1883 ihre eklektische Fassade an der Diputació-Straße, die in das große halbrunde Portal eingraviert ist, das noch immer das Erdgeschoss dominiert. Ursprünglich vom Baumeister Ubald Iranzo als Gebäude im Erdgeschoss und ersten Stock konzipiert, wurde es 1902 von Eugeni Campllonch um ein zweites Stockwerk erweitert, das die volumetrische Hierarchie respektierte: Die zentrale Crugia bleibt etwas höher und gipfelt in einem Halbkreisbogen.
Die in drei Achsen gegliederte Fassade spielt mit der klassischen Symmetrie und der Variation der Öffnungen. Im ersten Stock blickt ein Balkon mit Schildern auf den Zentralkörper, während auf den seitlichen Balkonen, die mit Gittern versehen sind, gusseiserne Geländer erhalten sind. Im zweiten Stock befinden sich Rundbogen-Triphore, eingerahmt von steinähnlichen Stucksäulen, die von klassisch inspirierten Säulen und Kerben gekrönt werden. Im Erdgeschoss wurde der ursprüngliche Raum mit doppelter Höhe durch spätere Renovierungsarbeiten unterteilt und durch weniger integrierte, moderne Öffnungen ergänzt.
Im Innenbereich wurde der traditionelle Grundriss eines Wohlstandshauses aus dem Penedès beibehalten, allerdings wurden die Räume im Zuge der aufeinanderfolgenden Renovierungsarbeiten an moderne Wohnnutzungen angepasst. Obwohl es sich in Privatbesitz befindet, ist das Gebäude — unter Denkmalschutz gestellt (Blatt 50) — Teil der Stadtlandschaft, die dem ersten Abschnitt der Straße seinen Charakter verleiht. Dies ist ein Beweis für die Stadterweiterung, die mit der Ankunft der Eisenbahn und der guten Zeit des Weinhandels Ende des 19. Jahrhunderts einherging.
Architektonisch ist es ein didaktisches Stück, um den lokalen Eklektizismus zu verstehen: klassische Hauptstädte, Formteile der Neorenaissance und modernistische Reminiszenzen koexistieren in einem harmonischen Ensemble, das dank der sorgfältigen Pflege der privaten Eigentümer erhalten geblieben ist.
Heute ist das Anwesen immer noch für Wohnzwecke bestimmt und kann nicht besichtigt werden, aber seine Fassade, die kürzlich gereinigt wurde, bietet dem neugierigen Fußgänger, der durch das Zentrum geht, ein herrliches Bild.