
In einer schattigen Ecke des Wildwassers Espiells, umgeben von Bananen- und Zuckerrohrbäumen, öffnet sich die Mündung der Wassermine Sant Benet, ein bescheidenes, aber wertvolles Zeugnis des traditionellen Wasserbaus des Penedès. Die unverputzte Backsteinmauer, kombiniert mit einer gemeinsamen Mauer, zeichnet einen Halbkreisbogen, der von ebenfalls aus Ziegeln bestehenden Hügeln geschützt wird. Im Inneren wies eine schmale, geflieste Leitung auf den Lauf des Wassers hin, das heute inaktiv ist, weil die Galerie weitgehend eingestürzt ist.
An der Fassade erinnert eine Keramiktafel mit der Figur des Heiligen Benedikt an die weltliche Verehrung der Abreise von Esp Iells. Im Inneren des Bergwerks nutzte der Stollen — der früher mit Eichenbalken gestützt wurde — das leichte natürliche Gefälle, um das Grundwasser abzuleiten und es im Stundentakt auf die benachbarten landwirtschaftlichen Parzellen zu verteilen. Im Jahr 2016 haben die Gemeinden des Bitlles-Anoia-Beckens und die Genossenschaft Nou Set im Rahmen des Projekts „Inclusive River“ die Umwelt gereinigt, invasive Vegetation entfernt und einen kleinen Erholungsraum mit erläuternden Tafeln eingerichtet.
Obwohl die Galerie baufällig ist und nicht von innen besichtigt werden kann, ist der Zugang von außen einfach und man kann die Bautechnik anhand kleiner, trocken gelegener Ziegelpfeiler beobachten. Die Tafeln informieren über den Betrieb von Wasserminen — oft verwechselt mit Brunnen — und erinnern an die alte kollektive Wasserverwaltung: Jeder Besitzer hatte Stunden zugewiesen, die mit Sonnenuhren gezählt wurden, die auf den Türstürzen der Häuser eingraviert waren.
Obwohl das Bergwerk nicht unter Denkmalschutz steht, ist es dank der Mitarbeit der Schüler der Agrarschule, die regelmäßig Wartungsarbeiten durchführen und die Wasserqualität untersuchen, in einem zufriedenstellenden Zustand erhalten. Der Ort ist ein idealer Ort, um die Beziehung zwischen Wasserressourcen und Weinbau zu verstehen und die Routen zu beginnen, die Espiells mit dem Kern von Sant Sadurní verbinden.