Mitten im Park, der seinen Namen trägt, ganz in der Nähe des Flusses und umgeben von Linden, wird seit 2008 das 1940 erschossene Denkmal errichtet, das Lluís Companys, dem Präsidenten der republikanischen Generalitat, gewidmet ist. Das Ensemble wurde von den städtischen technischen Diensten von Sant Sadurní d'Anoia entworfen und hat sich einer völlig zeitgenössischen und abstrakten Sprache verschrieben: Zwei Stahlplatten mit ungleichen Proportionen — die auf der Ostseite ist schlanker, die auf der Westseite ist breiter — sind auf einem Pflaster aus Steinen und Mörtel ausgelegt, das den Rand markiert und einen flachen Grundriss zeichnet. Ein Halbkreis, der den Besucher einlädt, ihn zu umgehen.
Die Hauptplatte, etwas mehr als drei Meter hoch, fungiert als „offenes Buch“, in das die Widmung an Companys eingraviert ist; die zweite, ein paar Handflächen nach hinten bewegt, erzeugt ein subtiles Schattenspiel, das sich im Rhythmus der Sonne ändert und metaphorisch an den polyedrischen Fußabdruck des Politikers erinnert. Das gewählte Material ist kein Zufall: Stahl, der der Witterung ausgesetzt ist, erzeugt mit Rost eine lebendige Patina, die an den Lauf der Zeit, die Härte der Verdrängung und gleichzeitig an die Stärke des kollektiven Gedächtnisses erinnert. Das gepflasterte Pflaster mit einer bescheidenen, weinähnlichen Ästhetik verbindet das Werk mit der Umgebung des Penedès, die die Gemeinde so gut kennzeichnet.
Das Projekt wurde als Ergebnis einer Bürgerinitiative ins Leben gerufen, um Sant Sadurní einen institutionellen Erinnerungsraum für den Märtyrerpräsidenten zu bieten. Der Stadtrat stimmte dem Vorschlag 2007 zu, und im darauffolgenden Jahr, zeitgleich mit den Ereignissen des 68. Jahrestages der Schießerei, wurde das Denkmal mit einer Blumenopfergabe, den Parlamenten der Gedenkstätten und der Aufführung von El Cant dels Ocells durch Schüler der Musikschule eingeweiht. Seitdem wird der Park jedes Jahr am 15. Oktober zum Treffpunkt für die jährliche Hommage, veranstaltet aber auch Schulveranstaltungen zur historischen Verbreitung und Führungen im Rahmen des Programms „Paths of Memory“.
Architektonisch verfügt der Komplex über eine durchdachte Treppe, die nicht mit den Bäumen oder dem benachbarten Sportplatz konkurriert. Aufgrund der Höhe kann die Inschrift problemlos gelesen werden, und gleichzeitig ragt sie genug heraus, um sie von jedem Punkt der Promenade aus zu lokalisieren. In der Nacht durchfluten zwei LED-Strahler die Metalloberfläche und bringen rötliche Farbtöne zum Vorschein, die den Raum in eine intime, fast kollektive Ecke verwandeln. Trotz seiner formalen Schlichtheit besitzt das Denkmal eine starke symbolische Kraft: Die Dualität der Platten spielt auf die Persönlichkeit des Unternehmens und die Institution des Unternehmens an; die Lücke zwischen beiden wird als der Raum der Freiheit und Hoffnung interpretiert, den der Präsident bis zum Ende beanspruchte.
Der gute Erhaltungszustand ist das Ergebnis regelmäßiger kommunaler Wartungsarbeiten, die aus der regelmäßigen Entfernung aggressiver Oberflächenoxidationen und dem Austausch des Kiesbetts bestehen. Es gibt keine architektonischen Barrieren und der Zugang ist rund um die Uhr geöffnet, was den spontanen Besuch, das erholsame Lesen der Widmung und die bürgerliche Nutzung der grünen Umgebung begünstigt.
Neben seiner Gedenkfunktion ist der Raum zum Schauplatz zahlreicher kultureller Aktivitäten geworden: Gedichtabende, akustische Konzerte oder sogar die letzte Station einiger historischer Routen, die den Kampf gegen Franco im Alt Penedès erklären. Das Denkmal für Lluís Companys ist daher viel mehr als eine Skulptur: Es ist ein Ort, an dem das lokale demokratische Gedächtnis zum Ausdruck kommt und eine permanente Einladung zum Dialog mit der Vergangenheit ist, um eine gerechtere Zukunft aufzubauen.