Cal Solà befindet sich im Eixample aus dem 18. Jahrhundert und ist ein Beispiel für die Durchlässigkeit der Moderne für kleine Häuser und lokale Menestralien. Es wurde 1909 erbaut — ein Datum, das auf dem runden Dach steht — und ist ein einstöckiges Haus mit Erdgeschoss und Stockwerk, die mit Farbe und Kurven spielen, um sich von einer Straße mit eher einfachen Häusern abzuheben.
Die Fassade ist mit einem Stuck verkleidet, der kaputte Fliesen nachahmt. Das große Geschäftsportal im Erdgeschoss — mit zwei Seitenzugängen und einer zentralen Vitrine in unterschiedlichen Ebenen — wird von einer rosafarbenen Leiste mit abgerundeten Kanten eingerahmt, eine Präambel für die geschwungene Sprache, die die Höhe dominiert. Darüber bilden ein gewellter Plattenbalkon und ein gewölbtes schmiedeeisernes Geländer, an dem spiralförmige Balken und florale Motive ein echtes Filigran bilden, die Achse des ersten Stockwerks.
An den Türen und Fenstern finden wir klassische Zierleisten, die mit rein modernistischen Pflanzenornamenten verziert sind. Alles gipfelt in dem kreisförmigen Capcer, der sich neben dem Datum über das Dachniveau zu zwei arabischen Ziegeln erhebt. Im Inneren, das heute privat ist, waren Handel im Erdgeschoss und Wohnen im Stockwerk vereint, ein in den neuen Geschäftsstraßen der Stadt übliches Schema.
Das Haus genießt keinen besonderen Schutz, aber das IPAC trägt es unter der Nummer 2861 und der Stadtrat betrachtet es als Teil des alltäglichen modernistischen Erbes. Trotz der Abwesenheit von Besuchern ist es aufgrund seines guten Zustands und der Schönheit des Balkons ein Muss für Fans, die den Weg der Sadurninense-Moderne beschreiten.
Cal Solà erinnert sich, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch die Moderne ein beliebtes Phänomen war: Eine lokale Kelle und ein Schmied konnten mit Geschmack und Handwerkskunst einer kleinen Fassade einen unverwechselbaren Charakter verleihen, der noch heute die Herzen derer erwärmt, die die Straße Sant Antoni entlang gehen.